Unfallfolgen

Sowohl in Wien, Aachen und Zürich beteiligte ich mich an der Notfallversorgung verunfallter Patienten. Neben der akuten Versorgung von Handverletzungen, Nervenverletzungen und Gewebedefekten konnte ich oft sekundär Gewebedefekte und verlorene Funktionen nach Unfällen wiederherstellen, besonders im Gesichtsbereich mit dem entsprechenden ästhetischen Anspruch.

Schwere Verletzungen und große Wundinfektionen können zu einem Substanzdefekt des Haut-Weichteilmantels oder auffälligen und instabilen Narben führen. Während Narben im Gesicht und am Dekoletté vor allem die Ästhetik stören, hinterlassen Narbenzüge über Gelenken oft auch eine funktionelle Einschränkung. Auch instabile Narben sorgen mit einer chronischen Wunde und der Gefahr einer Weichteilentzündung für eine ständige Belastung des Betroffenen. Hier lässt sich durch eine Narbenkorrektur eine stabile Weichteilsituation herstellen, die häufig auch ein besseres ästhetisches Ergebnis beinhaltet. Bei Gesichtsverletzungen, oder nach Weichteilverlusten im Bereich der Extremitäten ist eine Wiederherstellung der Konturen und mitunter auch der verlorenen Funktionen durch eine Rekonstruktion des Haut-Weichteilmantels möglich. Hierzu werden je nach Art und Lokalisation des Defektes unterschiedliche Operationstechniken angewandt. Kleinere Defekte können durch Verschiebungen benachbarter Strukturen erfolgen. Bei größeren Defekten wird meist eine freie Muskellappentransplantation notwendig. Dies ermöglicht eine effektive, sichere und dauerhafte Bedeckung. Dabei wird beispielsweise der große Rückenmuskel (Musculus latissimus dorsi) entnommen und am Ort des Defektes mikrochirurgisch an einer ortsständigen Arterie und Vene angeschlossen.