Karpaltunnelsyndrom

Beim häufigen Karpaltunnelsyndrom kommt es zu einer Einengung des Mittelnerven (Nervus medianus) im Handwurzelkanal mit der Folge von Gefühlsstörungen an Daumen, Zeige-, Mittel- und der inneren Hälfte des Ringfingers, nächtlichen Schmerzen und einer zunehmenden Kraftlosigkeit. Nachdem der Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom durch eine elektroneurographische Untersuchung bestätigt worden ist, sollte der Nerv rasch entlastet werden bevor bleibende Schäden entstehen.

In örtlicher Betäubung wird über zwei kleine Schnitte in der Hohlhand bzw. am körperfernen beugeseitigen Unterarm das Karpaldach der Länge nach gespalten, so dass die Druckeinwirkung auf den darunterliegenden Mittelnerven genommen wird. Nach der Hautnaht wird eine Unterarmgipsschiene für ca. zehn Tage angelegt und die Fäden ebenfalls nach ca. zehn Tagen entfernt.

Ich bevorzuge den offenen Zugang zum Nerv mit zwei kleinen Hautschnitten gegenüber der endoskopischen Operatiionstechnik nicht nur wegen der überzeugenden Ergebnisse unserer vergleichenden klinischen Studien, sondern auch auf Basis meiner eigenen langjährigen Erfahrung mit beiden Verfahren.