Angeborene Fehlbildungen der Hand

Angeborene Fehlbildungen der Hände sind selten, stellen für die Eltern des betroffenen Kindes aber meist ein unerwartetes Ereignis dar. Aufgrund der Vielzahl an verschiedenen Fehlbildungen ist eine Abhandlung an dieser Stelle nicht möglich. Ich empfehle aber, das Kind möglichst frühzeitig nach der Geburt vorzustellen, um einerseits die Eltern über den Zustand aufzuklären, andererseits auch eine Operation rechtzeitig planen zu können. Bei den meisten Fehlbildungen ist eine Operation bereits nach dem sechsten Lebensmonat sinnvoll, um so eine möglichst normale Entwicklung des Greifvermögens zu gewährleisten.

Die häufigste Fehlbildung der Hand sind verwachsene Finger (Syndaktylie), wobei zwei oder mehrere Finger eher locker – häutig –, oder aber in unterschiedlichem Ausmaß knöchern miteinander verwachsen sein können. In der Regel lassen sich die Finger über eine spezielle Schnittführung und einem Hauttransplantat aus der Leiste ästhetisch sehr ansprechend trennen, ohne funktionelle Defizite zu hinterlassen.